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Ministerpräsident Boris Rhein setzt Spatenstich für Vulcans kommerzielle Lithiumanlage in Frankfurt-Höchst

Karlsruhe, 23. April 2026. Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein und Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef haben heute gemeinsam mit Vertretern von Vulcan Energy den ersten symbolischen Spatenstich für die Zentrale Lithiumanlage (CLP) im Industriepark Höchst gesetzt. Die Anlage wird in Zukunft nachhaltiges und in Deutschland gewonnenes Lithiumhydroxid-Monohydrat (LHM) im kommerziellen Maßstab für die europäische Batterie- und Automobilbranche herstellen. An der feierlichen Grundsteinlegung nahmen neben dem Ministerpräsidenten und dem Oberbürgermeister außerdem zahlreiche Vertreter aus der Politik, Wirtschaft und der Finanzbranche teil.  Mit der Grundsteinlegung für die CLP hat Vulcan einen wichtigen Meilenstein für die Umsetzung der ersten Projektphase „Lionheart“ zur kombinierten Herstellung von Lithium und erneuerbarer Energie erreicht. Ministerpräsident Boris Rhein kommentierte im Rahmen der Veranstaltung: „Wir gehen hier einen Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit Europas von globalen Lieferketten. Das ist ein wichtiges Zeichen. Je unruhiger die Zeiten sind, desto mehr müssen wir auf Eigenständigkeit und Resilienz setzen – durch Innovationen und kluge Investitionen. Deswegen fördert das Land Hessen den Bau der Anlage mit 13,9 Millionen Euro und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Unabhängigkeit Europas. Der Spatenstich ist ein Signal, dass industrielle Stärke, Klimaschutz und technologische Innovation in Deutschland zusammengehören. […] Die Energie für den gesamten Prozess stammt aus Geothermie, das macht die Produktion CO₂-neutral. Das ist ein echtes Leuchtturmprojekt für Hessen, Deutschland und Europa.“ An der CLP wird hochreines Lithiumchlorid durch einen Elektrolyse-Prozess zu batteriefähigem Lithiumhydroxid-Monohydrat (LHM) verarbeitet. Das Vorprodukt stammt dabei aus der kombinierten Geothermie- und Lithiumextraktionsanlage (G-LEP) in Landau, die seit Dezember letzten Jahres auf dem Gewerbegebiet D12 errichtet wird. Diese beiden Anlagen bilden die Basis des Lionheart-Projekts und haben eine gesamte Produktionskapazität von bis zu 24.000 Tonnen LHM pro Jahr – genug für Herstellung von ca. 500.000 Elektrofahrzeugen. Die Lithiumproduktion im vorkommerziellen Maßstab führt Vulcan bereits seit Januar 2025 erfolgreich an den unternehmenseigenen Optimierungsanlagen in Landau sowie im Industriepark-Höchst durch. Das vollständig inländisch produzierte LHM, welches das erste dieser Art in Europa darstellt, wird derzeit zur Produktqualifizierung von Vulcans Abnahmepartner aus der Batterie- und Automobilbranche genutzt. Dies ermöglicht einen zügigen Markteinstieg, sobald die kommerzielle Produktion im Rahmen des Lionheart-Projekts begonnen hat. Im Dezember 2025 hat Vulcan Energy ein Gesamtfinanzierungspaket in Höhe von 2,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Teil dieses Finanzierungspakets war unter anderem eine Eigenkapitalsbeteiligung des Rohstofffonds der KfW in Höhe von 150 Millionen Euro. Das Lionheart‑Projekt von Vulcan ist damit das erste Vorhaben, das im Rahmen dieser Initiative unter dem Dach des neu aufgesetzten Deutschlandfonds von der Bundesregierung gefördert wird. Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (BMWE) kommentiert anlässlich der Grundsteinlegung: „Mit dem Rohstofffonds setzen wir gezielt dort an, wo es für uns als Industrieland entscheidend ist: bei der Versorgung mit kritischen Rohstoffen. Mit dem Fonds unterstützen wir Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um die Rohstoffabhängigkeiten zu verringern und die Resilienz unserer Volkswirtschaft zu stärken. Dass das Lionheart-Projekt als erstes Vorhaben ausgewählt wurde, zeigt seine herausragende strategische Bedeutung für den Industriestandort Deutschland. Die heutige Grundsteinlegung ist mehr als ein symbolischer Schritt – sie markiert den konkreten Einstieg in eine widerstandsfähigere Rohstoffversorgung und vertieft zugleich die enge Partnerschaft mit Australien.“ Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Mike Josef sagt: „Unternehmen wie Vulcan Energy spiegeln nicht nur die Internationalität, sondern auch die Vernetzung unserer Stadt hervorragend wider. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für Wirtschaft und Nachhaltigkeit, indem Sie zum einen anstreben, den Produktionsprozess von für Batterietechnologie essenziell wichtigem Lithiumhydroxid klimaneutral durchzuführen. Zum anderen stellen sie den Grundstoff bereit, der in Elektroautos oder Energiespeichersystemen, die erneuerbare Quellen wie Solar- und Windenergie nutzen, Verwendung findet. Eine solche Produktion hier in Frankfurt ist ein Zeichen für stärkere Resilienz und Unabhängigkeit, insbesondere von einseitigen Abhängigkeiten im Rohstoffbereich.“ Die CLP wird auf einer Fläche von rund 80.000 m² im Industriepark Höchst errichtet, wobei der Baustart in den kommenden Wochen vorgesehen ist. Die Inbetriebnahme und der Beginn der kommerziellen Produktion sind für Mitte 2028 geplant. Über das Lionheart-Projekt hinaus ist die CLP als zentrale Verarbeitungsanlage für weitere Projektphasen ausgelegt, sodass dort auch das Lithiumchlorid aus den zukünftigen Projektphasen weiterverarbeitet werden kann. Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, kommentiert: „Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir einen wichtigen Meilenstein für eine nachhaltige, inländische Lithiumproduktion in Europa. Mit der Ansiedlung der Zentralen Lithiumanlage vertiefen Infraserv Höchst und Vulcan Energy ihre langjährige Partnerschaft im Industriepark Höchst. An der Anlage wird Vulcan einen Prozess zur Verarbeitung von Lithium im industriellen Maßstab umsetzen, den das Unternehmen bereits seit über einem Jahr an einer Optimierungsanlage hier am Standort erfolgreich durchführt und optimiert. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr die Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die Unternehmen an unserem Standort haben. Hierbei unterstützt Infraserv Höchst als strategischer Partner bei der Umsetzung von Innovationen im industriellen Maßstab und stellt dafür eine leistungsfähige Infrastruktur, regulatorische Expertise und verlässliche Services bereit.“ Cris Moreno, CEO und Managing Director von Vulcan Energy, kommentiert: „Wir freuen uns, die vorbereitenden Arbeiten am Standort der CLP erfolgreich abzuschließen und nun mit dem Bau der Anlage im industriellen Maßstab zu beginnen. Die Grundsteinlegung der CLP erfolgt planmäßig im Rahmen unseres Lionheart‑Projekts und steht im Einklang mit unserem Ziel, im Jahr 2028 mit der kommerziellen Produktion von nachhaltigem Lithium zu beginnen. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für das große Interesse an der Veranstaltung und freuen uns dieses Projekt gemeinsam mit unseren starken Partnern umzusetzen.“   Bildhinweis: Von l. n. r.: Dr. Horst Kreuter (Gründer von Vulcan Energy), Dr. Jan Klasen (KfW), Ministerpräsident Boris Rhein, Oberbürgermeister Mike Josef, Dr. Joachim Kreysing (Geschäftsführer von Infrasev), Cris Moreno (CEO von Vulcan Energy) und Dr. Matthias Koehler aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) beim ersten symbolischen Spatenstich  (Copyright: ARTIS Uli Deck) Redaktionskontakt: Bei Fragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich gerne an unser Media Relations Team unter presse@v-er.eu.
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GeoProH: Vulcan Energy und Partner starten geophysikalische Befliegung im Oberrheingraben

Karlsruhe, 08.04.2026. Am  15. November 2025 startete im Auftrag von Vulcan Energy eine geophysikalische Befliegung über Teile des mittleren und nördlichen Oberrheingrabens. Die Messkampagne ist Teil des Verbundprojektes „GeoProH“. Ziel ist es, einen verbesserten regionalen Überblick über die geologische und strukturelle Beschaffenheit des Untergrunds zu gewinnen und Störungsstrukturen im Untergrund flächenhaft zu kartieren. Die Daten sollen eine fundierte Planungsgrundlage für zukünftige Projekte zur klimaneutralen, kombinierten Produktion von erneuerbarer Energie und Lithium schaffen. An GeoProH sind neben Vulcan auch OMV, Eavor GmbH, die Stadt Frankfurt am Main, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum  am Projekt beteiligt. Während sich GeoProH auf Hessen beschränkt, führte Vulcan Energy ergänzend Messungen in seinen weiteren Lizenzgebieten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz durch (siehe Karte unten). Die Messflüge in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind in der Zwischenzeit abgeschlossen und werden zurzeit prozessiert, analysiert und interpretiert. Die Messungen über Hessen wurden aufgrund des schlechten Winterwetters verschoben und werden ab dem 10. April stattfinden. Ein speziell ausgerüstetes Flugzeug wird das Messgebiet rasterförmig mit einem Linienabstand von 500 m in einer Flughöhe von ca. 300-1000 m überfliegen. Die Messungen erfolgen zwischen ca. 23:00 und 05:00 Uhr, da der Luftraum im Bereich des Frankfurter Flughafens während des Betriebes solche Messflüge nicht zulässt . Während der Befliegung werden das Erdschwere- und Magnetfeld kontinuierlich und hochpräzise gemessen. Die Messungen erfolgen ausschließlich passiv und ohne jegliche Beeinträchtigung von Menschen oder Umwelt. „Die gewonnenen Daten werden einen verbesserten 3D-Einblick in die geologischen Strukturen der Region liefern und bilden die Grundlage für weitere geologische Forschung sowie die Planung zukünftiger Geothermieprojekte im Oberrheingraben“, kommentiert Dr. Kristian Bär, Director New Business & Exploration bei Vulcan. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung geothermischer Ressourcen und zur regionalen Energiewende.“ Die Daten werden von allen Projektpartnern genutzt und mit bestehenden Bohr- und Seismikdaten kombiniert, um mittels modernster Methoden wie Vorwärtsmodellierung und Joint-Inversion ein konsolidiertes, digitales 3D-Untergrundmodell zu erstellen. Dieses Modell liefert eine wissenschaftlich fundierte Basis für die geologische Forschung und die Planung zukünftiger Energie- und Rohstoffprojekte im Oberrheingraben – ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen, regionalen Energie- und Rohstoffversorgung. Die Befliegung wird durch das Unternehmen Bell Geospace im Auftrag von Vulcan durchgeführt. Weitere Infos finden Sie auf der Projekt-Website von Vulcan Energy:  Natürlich Hessen   Über das Projekt „GeoProH“ – Geophysikalische Prospektion zur Erschließung geothermischer Potenziale in Hessen  Im Rahmen des Verbundprojekts „GeoProH“ arbeiten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Partner – darunter Vulcan Energie Ressourcen GmbH, OMV, Eavor GmbH, die Stadt Frankfurt am Main, das Karlsruher Institut für Technologie sowie das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum – gemeinsam an der geophysikalischen Erkundung des hessischen Oberrheingrabens. Die Region zählt zu den bedeutendsten geothermischen Potenzialräumen Mitteleuropas und ist gekennzeichnet durch komplexe tektonisch-sedimentologische Strukturen, hohe geothermische Gradienten (bis zu 60 °C pro 1.000 m Tiefe im Raum Frankfurt) sowie potenziell lithiumführende Horizonte in Gesteinen des Permokarbons, Buntsandsteins und des Tertiärs. Damit eröffnet sich für Hessen ein doppeltes strategisches Potenzial: sowohl zur nachhaltigen Nutzung geothermischer Energie als auch zur Gewinnung des kritischen Rohstoffs Lithium. Bisherige geowissenschaftliche Daten zur Region sind jedoch fragmentarisch, methodisch uneinheitlich, teilweise veraltet und reichen nur begrenzt in größere Tiefen (> 500 m). Ein 3D-Tiefenmodell, basierend auf einem konsistenten, hochauflösenden geophysikalischen Datensatz, das für eine zuverlässige Exploration, Planung und Risikovorsorge notwendig wäre, liegt bislang nicht vor. Ziel des Projekts ist daher die Erstellung eines geophysikalisch fundierten, digitalen 3D-Untergrundmodells für die Hochpotenzialgebiete des hessischen Erlaubnisfeldes „ORG Plus“ (Oberrheingraben Plus, Wissenschaftliche Aufsuchungserlaubnis). Grundlage bildet eine flächendeckende Befliegung mit Full Tensor Gravimetrie Gradiometrie (FTG), ergänzt durch präzise Gravimetrie und Magnetik nach aktuellem Stand der Technik. Die so gewonnenen Daten werden mit bestehenden Bohr- und Seismikinformationen sowie geologischen Karten verknüpft und über Vorwärtsmodellierung und Joint-Inversion zu einem konsolidierten Gesamtmodell zusammengeführt.
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Vulcan Energy sichert sich Fläche für Zentrale Lithiumanlage im Industriepark Höchst

Karlsruhe, 8. Dezember 2025. Vulcan Energy und Infraserv Höchst, die Betreibergesellschaft des Industrieparks Höchst, haben am vergangenen Freitag den finalen Pachtvertrag für das Gelände von Vulcans Zentraler Lithiumanlage (CLP) im Industriepark Höchst unterzeichnet. Die Anlage wird künftig nachhaltiges und inländisch produziertes Lithiumhydroxid-Monohydrat (LHM) im kommerziellen Maßstab für die Batterie- und Automobilproduktion in Europa herstellen. Neben dem Pachtvertrag wurden drei weitere Vereinbarungen zur Erschließung der Fläche sowie zur Energie- und Stromversorgung der Anlage getroffen. Mit der Sicherung des Grundstücks für die CLP hat Vulcan einen wichtigen Meilenstein für die Umsetzung der ersten Projektphase „Lionheart“ zur kombinierten Herstellung von Lithium und erneuerbarer Energie erreicht. Die Unterzeichnung des Pachtvertrags folgt auf die offizielle Genehmigung zum Bau und Betrieb der Zentralen Lithiumanlage, welche bereits im September dieses Jahres durch das Regierungspräsidium Darmstadt erteilt wurde. An der CLP wird in Zukunft hochreines Lithiumchlorid mit Hilfe von grünem Strom durch einen Elektrolyse-Prozess zu LHM verarbeitet. Dieser Prozess findet bereits seit Beginn des Jahres erfolgreich an der Zentralen Lithiumelektrolyse-Optimierungsanlage (CLEOP) statt, welche Vulcan ebenfalls im Industriepark Höchst betreibt. Das Lithiumchlorid wird dabei in einem vorgelagerten Prozessschritt in Landau gewonnen. Der Startschuss für den Bau der kommerziellen Anlage, welche in Zukunft das Lithiumchlorid sowie erneuerbare Energie im industriellen Maßstab aus der Thermalsole des Oberrheingrabens gewinnen wird, fiel ebenfalls am Freitag im Rahmen einer offiziellen Grundsteinlegung im Landauer Gewerbegebiet. Der Baubeginn in Frankfurt-Höchst soll im ersten Quartal 2026 erfolgen. Die gepachtete Fläche hat eine Größe von circa 80.000 m2 und wird durch Infraserv Höchst erschlossen. Als „großen Tag für den Industriepark Höchst“ bezeichnet Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer Infraserv Höchst, den Vertragsabschluss. „Wir haben gemeinsam bei diesem für die Entwicklung des Standortes bedeutsamen Zukunftsprojekt einen wichtigen Meilenstein erreicht.“ Er ist stolz darauf, dass sich Vulcan Energy für den Industriepark Höchst als Produktionsstandort entschieden hat. „Der Industriepark Höchst bietet optimale Rahmenbedingungen für Unternehmen, die Innovationen vorantreiben und nachhaltige Zukunftstechnologien in industriellen Maßstäben umsetzen.“ Das Projekt von Vulcan Energy ist aus Sicht von Dr. Joachim Kreysing auch ein Beleg dafür, dass die chemische Industrie einen entscheidenden Beitrag zur Transformation des Wirtschaftsstandortes Deutschland leistet und dabei Produktions- und Forschungsstandorten wie dem Industriepark Höchst eine wichtige Rolle zukommt. Carsten Bachg, Geschäftsführer der Vulcan Energie Ressourcen GmbH, kommentiert: „Die Sicherung des Grundstücks für unsere Zentrale Lithiumanlage ist ein wichtiger Schritt für die Umsetzung der nachhaltigen und inländischen Lithiumproduktion im Rahmen unseres Lionheart-Projekts. Mit den heute unterzeichneten Verträgen schaffen wir die Basis für eine langfristige und zukunftsorientierte Partnerschaft mit Infraserv Höchst. Infraserv bietet als Partner nicht nur langjährige Erfahrung, sondern eine erstklassige Infrastruktur für die Umsetzung unseres Lionheart-Projekts. Wir freuen uns gemeinsam mit Infraserv die nachhaltige Lithiumproduktion in Deutschland voranzutreiben und die Rohstoffunabhängigkeit Europas zu stärken.“   Bildhinweis: Von l. nach r.: Dr. Dieter Gentzcke, Leiter Recht Infraserv Höchst; Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer Infraserv Höchst; Carsten Bachg, Geschäftsführer der Vulcan Energie Ressourcen GmbH und Olga Schmidt Head of Strategic Procurement Vulcan (Copyright: Infraserv Höchst)
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Regierungspräsident Hilligardt übergibt Genehmigung für Bau und Betrieb einer Lithium-Anlage im Industriepark Höchst

Der Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt hat heute im Industriepark Höchst die Genehmigungsunterlagen für den Bau und Betrieb einer Zentralen Lithium-Anlage (CLP) im industriellen Maßstab offiziell an die Geschäftsführer der Vulcan Energie Ressourcen GmbH, Thorsten Weimann und Carsten Bachg, übergeben. Die Übergabe fand im Beisein des Geschäftsführers der Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst, Dr. Joachim Kreysing, an Vulcans Zentraler Lithiumelektrolyse-Optimierungsanlage (CLEOP) im Industriepark statt. An dieser Anlage stellt Vulcan in Vorbereitung auf den Start der kommerziellen Lithium-Gewinnung bereits seit Beginn des Jahres nachhaltiges und inländisch produziertes Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM) her. Die neue Lithium-Anlage im Industriepark ist zentraler Bestandteil von Vulcans ersten beiden Projektphasen, welche jeweils die kombinierte Gewinnung von klimaneutralem Lithium sowie erneuerbarer Energie aus Tiefengeothermie vorsehen. An der Anlage wird in Zukunft Lithiumchlorid mit Hilfe von grünem Strom durch einen Elektrolyse-Prozess zum Endprodukt Lithiumhydroxidmonohydrat verarbeitet – ein Rohstoff, der essenziell für die Herstellung von Elektrofahrzeugbatterien ist. Das Lithiumchlorid wird in der ersten Projektphase „Lionheart“ in einem vorgelagerten Prozessschritt an einer kombinierten Geothermie- und Lithium-Anlage (G-LEP) im Landauer Gewerbegebiet gewonnen. Für den Bau der Geothermie-Anlage sowie einer zugehörigen Umspannstation liegen dort bereits Baugenehmigungen vor. In der zweiten Projektphase soll die Gewinnung des Lithiumchlorids in der Rhein-Neckar Region umgesetzt werden. Durch die kommerzielle Lithium-Gewinnung an den Anlagen in Frankfurt-Höchst und Landau wird Vulcan in der ersten Projektphase jährlich bis zu 24.000 Tonnen LHM für die europäische Batterie- und Automobilbranche bereitstellen, was in etwa für die Herstellung von 500.000 Elektrofahrzeugbatterien ausreicht. Für die zweite Projektphase werden die Produktions- und Lagereinheiten der CLP in Frankfurt-Höchst erweitert. In einer Veröffentlichung des Regierungspräsidium Darmstadts kommentiert Prof. Dr. Hilligardt: „Die Unabhängigkeit von internationalen Lieferketten bei zukunftsrelevanten Rohstoffen ist sehr wichtig, insofern freut es mich, den Genehmigungsbescheid heute überreichen zu dürfen. Auch für den Standort Industriepark Höchst hat dieses Projekt eine starke Signalwirkung. Es ist ein eindrucksvoller Beleg für die Innovationskraft und die Zukunftsorientiertheit der Unternehmen in unserer Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main.“ Infraserv-Geschäftsführer Dr. Joachim Kreysing ist stolz darauf, dass sich Vulcan Energy für den Industriepark Höchst entschieden hat, um hier die Weiterentwicklung einer Zukunftstechnologie voranzutreiben: “Die Transformation des Wirtschaftsstandortes Deutschland kann nur mit der Innovationskraft der chemischen Industrie gelingen. Dabei sind Forschungs- und Produktionsstandorte wie der Industriepark Höchst unverzichtbar. Unser Standort bietet optimale Rahmenbedingungen für Unternehmen, die an nachhaltigen und innovativen Lösungen arbeiten.” Thorsten Weimann, Geschäftsführer und Chief Development Officer von Vulcan Energy, kommentiert: „Die Genehmigung zum Bau und Betrieb unserer Zentralen Lithium-Anlage im Industriepark Höchst ist ein wichtiger Schritt für die Umsetzung unseres Lionheart-Projekts. Vulcan wird mit den Produktionsanlagen in Frankfurt-Höchst und Landau eine nachhaltige, inländische und kompakte Lithiumlieferkette auf einer Gesamtstrecke von 130 Kilometern erschließen und so das Ziel der EU unterstützen, kritische Rohstoffabhängigkeiten zu verringern. Darüber hinaus leisten wir durch den Einsatz von Tiefengeothermie im Rahmen unseres Projekts einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende.
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CDU-Generalsekretär Born besucht Zukunftsstandort Frankfurt-Höchst

Im August besuchte der hessische CDU-Generalsekretär Leopold Born unsere Lithiumelektrolyse-Optimierungsanlage (CLEOP) in Frankfurt-Höchst. Vor Ort informierte er sich über die Fortschritte beim Aufbau einer inländischen, klimaneutralen Lieferkette für Lithium – einem zentralen Rohstoff für die Batterie- und Automobilindustrie. Bei einem Rundgang durch die Anlage erhielt Born Einblicke in den gesamten Prozess: von der umweltfreundlichen Lithiumgewinnung bis hin zur Verarbeitung zum Endprodukt Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM). Dieses Material spielt eine Schlüsselrolle in der Herstellung leistungsfähiger Batterien für Elektrofahrzeuge. Die CLEOP-Anlage dient als technologische Vorstufe für die geplante kommerzielle Zentrale Lithiumanlage (CLP), die künftig eine bedeutende Rolle in der europäischen Batterierohstoffversorgung spielen soll. Bereits heute liefert die CLEOP das erste Lithium, das vollständig in Europa – regional und klimaneutral – hergestellt wird. Das produzierte LHM wird zur Produktqualifizierung an Partner aus der Batterie- und Automobilbranche geliefert. In der ersten Projektphase soll ausreichend Lithium für die Produktion von rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien pro Jahr bereitgestellt werden. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer unabhängigen, nachhaltigen Rohstoffversorgung in Europa. Der Besuch von Generalsekretär Born unterstreicht die Bedeutung regionaler Industrieinitiativen für den Klimaschutz und die wirtschaftliche Zukunft des Landes. Das Projekt steht exemplarisch für die Verbindung von Innovation, Nachhaltigkeit und industrieller Wertschöpfung – und schafft darüber hinaus neue Arbeitsplätze in Hessen.     Copyright Foto: Patrick Paetz/Videoproduktion Offenbach
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Bund und Länder fördern Vulcans Lithium-Projekt mit ca. 104 Millionen Euro

Karlsruhe, 22. Juli 2025. Vulcan Energy freut sich, die Förderung des Vorhabens „Sauberes Lithium für die Batteriezellfertigung“ (Li4BAT) durch den Bund und die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen in Höhe von rund 104 Millionen Euro bekannt zu geben. Die Zuwendung erfolgt innerhalb des EU-Beihilferahmens „Temporary Crisis and Transition Framework“ (TCTF) durch die Bundesförderung „Resilienz und Nachhaltigkeit des Ökosystems der Batteriezellfertigung“ und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen bereitgestellt. Ziel der Förderung ist es, eine Lithiumgewinnung und -verarbeitung im industriellen Maßstab für die europäische Batterie- und Automobilindustrie aufzubauen und die Versorgungssicherheit des kritischen Rohstoffs Lithium in Deutschland und Europa zu stärken. Vulcan strebt dieses Ziel im Rahmen seiner ersten Projektphase „Lionheart“ an. Die Förderung unterstützt den Aufbau zweier kommerzieller Produktionsanlagen: eine Lithiumextraktionsanlage (LEP) zur Gewinnung von Lithiumchlorid in Landau sowie eine zentrale Lithiumanlage (CLP) zur Weiterverarbeitung zu Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM) in Frankfurt-Höchst. Die Anlagen haben die Kapazität jährlich bis zu 24.000 Tonnen LHM herzustellen, was für die Produktion von ca. 500.000 Elektrofahrzeugbatterien pro Jahr ausreicht. Managing Director und CEO, Cris Moreno, kommentiert: “Wir freuen uns über die starke und konkrete Unterstützung der Bundesregierung sowie den Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Förderung wird es uns ermöglichen mit unserem Projekt nachhaltiges, inländisches Lithium für die deutsche und europäische Elektromobilbranche bereitzustellen. Der Rohstoff ist der Treiber der Energiewende und entscheidend für den Umstieg zur Elektromobilität. Wir freuen uns in den kommenden Monaten weitere Updates zum Abschluss der Projektfinanzierung und zum Baubeginn unserer kommerziellen Produktionsanlagen zu teilen.“ Die Förderung für das Vorhaben Li4BAT ist Teil des Gesamtfinanzierungspakets von Vulcans Lionheart-Projekt und ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Dazu zählt u. a. der Abschluss einer Eigenkapitalbeteiligung durch den Rohstofffonds (Raw Materials Fund, RMF) der KfW bis spätestens 31. März 2026. Dieser Vorgang befindet sich derzeit noch in Prüfung, wobei die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten sind. Darüber hinaus schließt das Finanzierungspaket u. a. eine Finanzierungszusage der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von bis zu 500 Millionen Euro ein. Die Förderung für den Bau der Lithium-Anlagen in Landau und Frankfurt-Höchst im Rahmen des Li4BAT-Vorhabens wird jeweils zu 30% von den Ländern Rheinland-Pfalz bzw. Hessen übernommen. Sie wird auf Basis anerkannter, förderfähiger Ausgaben ab dem 1. Oktober 2025 anteilig über einen Zeitraum von 36 Monaten ausgezahlt.
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Vulcan Energy startet Europas erste nachhaltige Produktion von batteriefähigem Lithiumhydroxid mit minimalem CO₂-Fußabdruck

Karlsruhe, 13. Januar 2025. Vulcan Energy hat in der Zentralen Lithiumelektrolyse-Optimierungsanlage (CLEOP) im Industriepark in Frankfurt-Höchst das erste Lithiumhydroxidmonohydrat (LHM) hergestellt, das den Reinheitsanforderungen für die Verwendung des Rohstoffs in Lithium-Ionen-Batterien entspricht. Es ist die erste Produktion von batterietauglichem LHM, die von der Gewinnung des Rohmaterials bis zur Verarbeitung zum Endprodukt vollständig in Europa stattfindet. Das Vorprodukt wird in Vulcans erster Optimierungsanlage LEOP mithilfe der Direkten Lithiumextraktion durch Adsorption (A-DLE) aus dem Thermalwasser des Oberrheingrabens gewonnen und danach in Frankfurt-Höchst zum Endprodukt LHM weiterverarbeitet. Voraussetzung hierfür ist ein hochreines Lithiumchlorid-Konzentrat, welches das Unternehmen bereits seit letztem Jahr in der Optimierungsanlage in Landau, Rheinland-Pfalz, gewinnt. Der gesamte Herstellungsprozess erfolgt nachhaltig und weist den weltweit niedrigsten CO2-Fußabdruck auf. Das ermöglicht sowohl eine der nachhaltigsten als auch eine der kosteneffizientesten Lithium-Lieferketten der Welt. Der Aufbau einer inländischen und nachhaltigen Lieferkette für Lithium in Europa ist nicht nur ein wichtiger Schritt, um die Rohstoffunabhängigkeit Europas zu stärken, sondern auch, um die grüne Mobilitätswende weiter voranzutreiben. Die Produktion des ersten Lithiumhydroxidmonohydrats in Batteriequalität von Vulcan folgt nur wenige Wochen auf den Betriebsstart der Optimierungsanlage im November 2024. Das Lithium-Produkt wird nun in bereits laufenden Qualifizierungsprozessen mit Vulcans Abnahmepartnern aus der europäischen Automobil- und Batterieindustrie, darunter Stellantis, Renault, LG und Umicore, genutzt werden. Gleichzeitig treibt das Unternehmen den Bau der Anlagen für die erste Phase des Projekts weiter voran. In dieser ersten Projektphase „Lionheart“ strebt Vulcan an, etwa 24.000 Tonnen LHM pro Jahr zu produzieren, was in etwa für die Herstellung von rund 500.000 Elektrofahrzeugen ausreicht. Die dafür vorgesehene kommerzielle Produktionsanlage wird, wie auch bereits die Optimierungsanlage, im Industriepark Höchst gebaut werden und befindet sich damit in unmittelbarer Nähe zu Vulcans Kunden. Cris Moreno, Managing Director und CEO von Vulcan Energy, kommentiert: „Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Vulcan-Team zur ersten Produktion von LHM in Batteriequalität in unserer Optimierungsanlage. Das ist ein wichtiger Meilenstein für Vulcan und der letzte Schritt, die erste vollständig inländische und integrierte Lieferkette in Europa, die batterietaugliches LHM aus lokalen Quellen produziert, umzusetzen. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Vulcan-Betriebsteam, das es geschafft hat, innerhalb kürzester Zeit seit Produktionsstart der Anlage im November LHM in Batteriequalität herzustellen. Das unterstreicht Vulcans Position als führendes Projekt für Lithium und Erneuerbare Energien in Europa.“   Imagery credit: Uli Deck Artis_Photographie